Februarnacht

Abend ist’s, die Dunkelheit zieht
mürrisch, grau und finster
über Land und Leut’ herein.
Der Sonnentag geht unter.
 
Nebelschwer und altgewohnt
Zieht sie leis herauf.
Februarnacht, kalte Fee,
Wann gibst du endlich auf?
 
Bist du’s nicht müde, so wie wir,
Die zitternd, zaghaft bangen,
Da Feuerglühn und Ofenwärm’
dich nicht zum Gehen zwangen?
 
So flieh doch, alte Winterzeit
Aus meinem Dorf und Herzen.
Liebe, Hoffnung, Licht und Mut
lass endlich wieder wachsen.
 
’s ist die letzte ihrer Art,
Wohlan, Lenz, Blumenbote!
Kämpf mit dem Schild aus Sonnenlicht!
Befrei uns Tulpenrote!

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