Leuchtturm

Versunken in leerem Gedankenstrom
flehe ich um ein Wort.
Eines, das mich in die Höhe zieht,
weg nur von hier, nur fort.

Doch keine Angel, kein Netz, kein Halt,
kein Anker ist in Sicht.
Wortträume versinken in schwarzgelben Wogen,
in Atem raubender Gischt.

An Sterne appellierend, mit Sonne im Geist
kämpf ich mich dennoch nach oben.
Und da! Ein Wort trägt mich an den Ort,
wo einst feige Zweifel zerstoben.

Es reicht mir ein Tuch, setzt mich ins Boot,
ein Wind hisst mein treibendes Herz.
Ich lächle und danke dem Silbenbild
auf unserem Weg himmelwärts.

Dies Wort war ein schaukelndes Rettungsboot
in tränengefluteter Leere.
Es brachte das Licht einer Muse mit sich,
damit es zum Leuchtturm mir werde.

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