komm zu mir in stiller nacht

silent-night-mist-1686046-1280x800komm
und leih‘ mir
deinen frieden
heute ohne kampf

komm
und schenk mir
jetzt deine zeit
bis sie wieder zählt

komm
und deck mich zu
mit dir
damit wir sterne werden

bleib
und staune
über unsere funken
in stiller nacht.

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Federtraum

Die Sterne formen Mitternacht,
der Tag ist fort, vertan.
Leis‘ zerfällt er in tausende Federn
wie ein einsam sterbender Schwan.

Und wir zerfallen ebenso,
wie Glut nach einem Brand,
schweben in tausend Molekülen
und schlafen doch Hand in Hand.

Die Sonne bringt ein Aufersteh’n.
Ich seh‘ im Morgenerwarten:
Du bist mein Haus, mein Dach, mein Herd
und ich, ich bin dein Garten.

Gute Nacht

Gute Nacht, nimm mich auf.
Lass frische Wunden
und unglückliche Stunden
vernarben im Schlaf.

Gute Nacht, sag mir nun:
War der Tag gelebt?
Hab ich Liebe gesät?
Was tat ich, was muss ich tun?

Gute Nacht, hör mich an.
Lass Falsches entrinnen,
auf Wahres mich besinnen,
damit ich lieben kann.

Gute Nacht, deck mich zu.
Küss meiner Kinder Wangen,
vergib, was längst vergangen,
denn nur so find ich Ruh.

Gute Nacht, sing dein Lied.
Das mit den zarten Klängen,
wie es die Elfen singen,
bis endlich der Tag entflieht.